Felicia Ewart: Trans. Frau. Sein.

Vortrag/Lesung am 01.12.2020 um 19Uhr

Anmeldung unter: femrefbremen[at]riseup.net

Vortrag und Lesung bieten eine Erläuterung von bestehenden
diskriminierenden Begriffen und geben Handlungsempfehlungen und respektvollere Definitionen weiter.

Felicia Ewart beschäftigt sich mit der Existenz von offen
transfeindlichen Feminismen und zeigt Strukturen und Organisationen auf, dabei verweist sie auf die auf die Widersprüchlichkeiten im vermeintlich radikalen Anspruch von transfeindlichen Feminismen, auf biologistische und cisnormative Argumentationen.

Hierin wird auch dargestellt wie
Transfeindlichkeit eine Scharnierfunktion zwischen mitunter
entgegengesetzten politischen Strömungen einnimmt. Diese reichen von
feministischen, über konservative bis hin zu rechtsradikalen
Gruppierungen und Parteien und es wird gezeigt wie diese, zum Nachteil
von transgeschlechtlichen Menschen genutzt wird.

Zusätzlich wird dargestellt, wie fest Biologismen und normierte
Zweigeschlechtlichkeit in der Gesellschaft verwurzelt sind und dass
ein Fokus auf offene Transfeindlichkeit zu kurz greift. So zeigt sie
auch, was die vermeintlich respektvolle „Sex / Gender“ Aufteilung
von Geschlecht, die über universitäre Kontexte hinaus gegenwärtiger
wird, für transgeschlechtliche Menschen bedeutet.

Wie tief deutsches Recht in die Leben von trans Personen eingreift, zeigt sie mit einem Überblick über das sogenannte „Transsexuellengesetz“ und widmet sich der Frage, was wir alle tun müssen, um bestehende
diskriminierende geschlechtliche Vorstellungen zu realisieren und
abzubauen.