05.05.17: Frauenbewegung und weibliche Subjektwerdung im Spätkapitalismus mit Andrea Trumann

Das Autonome Feministische Referat der Universität Bremen lädt ein zum Vortrag von Andrea Trumann. Thema sind die Thesen ihres Buches „Feministische Theorie. Frauenbewegung und weibliche Subjektbildung im Spätkapitalismus“.

Behandelt werden die Probleme der und innerhalb der Frauenbewegung, die es – trotz des gegenteiligen Selbstverständnisses – nicht schaffte, sich von der bestehenden, männlich dominierten Ordnung zu lösen, sondern diese im Gegenteil, sowohl in Theorie als auch in Praxis, oftmals festigte. Trumann erhebt also den Vorwurf, dass die Frauenbewegung nicht etwa ein Ort gesellschaftlicher Befreiung war, sondern zumeist innerhalb der patriarchalen Strukturen Mechanismen entwickelte, die letztlich nur eine Anpassung an diese förderten.
In der Folge wurden diese unter dem Vorzeichen der “Selbstbestimmung” verinnerlicht, die staatliche Bevölkerungspolitik also fatalerweise als Erfolg der Bewegung, eigener Wille und Wunsch deklariert.
Dass die Frauen dadurch auch erst die Anknüpfungspunkte schufen, auch sie vollständig in den Arbeitsmarkt und das dazugehörige System von Kapitalismus und Ausbeutung einzugliedern, anstatt eine wahrhafte soziale Befreiung zu erreichen, wurde dabei nicht hinterfragt.
In der Auseinandersetzung mit dem Gleichheits- und Differenzfeminismus soll gezeigt werden, wie die dazu notwendigen, spezifisch weiblichen Subjekte geschaffen wurden. Betrachtet wird hierbei vornehmlich die west-deutsche Frauenbewegung ab Beginn der sogenannten “Zweiten Welle”, in den siebziger Jahren.

Beginn 19:00 Uhr

Ort: Mädchen* Kultur Haus (Heinrichstraße 21, 28203 Bremen)

Eintritt frei

 

Kommt zahlreich! 🙂

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