Pulling the Race card

Pulling the race card:

Datum:
Donnerstag, März 19, 2015

Ort:
Kukoon
Buntentorsteinweg 29
Bremen 28201

Pulling the race card: Zusammenbringen, was nicht zusammen gehört

Bremen, Donnerstag, 19.3., 19:30 Uhr.

Rassismus bedroht Menschen – in Ferguson oder bei Drogenrazzien
deutscher Polizisten, die Leuten betreffen, die in der rassistischen
Vorstellung einfach so aussehen, als müssten sie Drogen dealen („Racial
Profiling“). Etwas gegen Rassisten zu haben und im Zweifelsfall auch
gegen sie auf die Straße zu gehen, ist in Zeiten von einer kleinen, aber
lauten Pegida-Bewegung auch in der bürgerliche Mitte wieder angesagt.
Anti-Pegida-Demonstranten haben etwas gegen Rassismus, aber sie
kritisieren ihn nicht richtig und teilen ihn im Zweifelsfall sogar. Was
ins Visier gerät, ist der ganz offensichtliche Rassismus von rechts
außen – dass die meisten links davon mit der Idee einer pluralen
Gesellschaft, mit Integrationsvorschlägen oder auch mit aktivem
Antirassismus rassistischer sind, als sie denken, soll in auf dieser
Veranstaltung nachgewiesen werden. Denn fast alle gehen von gegebenen
oder gemachten Unterschieden aus, die die Menschen irgendwie auszeichnen
würden – auch die Critical Whiteness unterscheidet sich in diesem Punkt
nicht. Es wird gedanklich zusammengefasst, was überhaupt nicht
zusammengehört. Ob an Hautfarbe, Kultur oder Lebensstil festgemacht:
Stets werden Leute zu Gruppen zusammengefasst, die angeblich
entscheidende Eigenschaften teilen würden. Die angeblichen,
gemeinsamenEigenschaften werden als in der Natur oder Kultur liegend,
jedenfalls ziemlich feststehendvorausgesetzt, es werden daran
aufgemachte Kollektivsubjekte zueinander ins Verhältnis gesetzt und es
werden Schlüsse daraus gezogen, was die Träger dieser Eigenschaften als
Repräsentanten dieser Gruppen (nicht) dürfen oder wie sie sich verhalten
sollen.Zu diesem gedanklichen Fehler kommt hinzu, dass das die
Affirmation von einer gewalttätiger Sortierung bedeutet. Denn auch wenn
der Rassismus Größeres im Sinn hat als nationale Einheiten, teilt und
bestätigt er heute die vollzogene Einsortierung der Menschen in Völker
und Nationen. Deswegen bleibt auch bei aller Antidiskriminierungspolitik
von Staat und Kapital der Rassismus von oben wie von unten aktuell.

Advertisements