Nino Haratischwilli liest im MKH aus „Mein Sanfter Zwilling“

Nino Haratischwilli liest aus „Mein sanfter Zwilling“ am:

9.3.2012 um 20 uhr im Mädchenkulturhaus in der  Heinrichstraße 

„Eigentlich fing er mit dem Ende an. An diesem Morgen rief Tulja an und sagte

er sei da. Sie hatte mich geweckt. Mark hatte Theo zur Schule gebracht, und ich war im Bett geblieben – mit dem schlechten Gewissen, nicht aufgestanden zu sein, kein Frühstück gemacht und keine Rolle gespielt zu haben bei dem gemeinsamen Morgen mit meiner Familie-, […]“ (Haratischwilli; S.5)

Nino Haratischwilli erzählt in ihrem Roman „Mein sanfter   Zwilling“ von einer zerstörerischen Liebe, dem Kaukasus Krieg und einem Familiendrama. In „mein sanfter Zwilling“ wird u.a das kleinbürgerliche Familienbild samt ihrer Zwänge, sowie das normative Frauenbild innerhalb der Kleinfamilie implizit thematisiert.

Durch ihr sprachliches Feingefühl versteht Haratischwilli es ihre Leser_innen in die Gefühlswelten, sowie Lebensrealitäten, ihrer Protagonisten einzuführen und so zu fesseln, dass die_der Leser_in bis zum Ende des Romans in der Erzählung bleibt.
Dabei handelt es sich beim Lesen des Romans keinesfalls um eine pure Realitätsflucht in eine Phantasiewelt, vielmehr spiegelt der Roman gesellschaftliche Verhältnisse, menschliche Sehnsüchte und die Diskrepanzen Wechselwirkungen zwischen den Sehnsüchte und gesellschaftlichen zwängen wieder, so dass Leser_innen mehrere Anknüpfungspunkt zur (Selbst-)Reflexion finden und sich stückweit auch selbst in dem Roman wieder finden können, ohne den tatsächlich

en Inhalt des Romans zu vergessen und aus der Erzählung rauszukommen.

Eine ausführliche Rezension findet ihr hier: http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/kritik/1560897/

Im Anschluss an die Lesung soll es eine kleine Frage/Diskussionsrunde geben, welche an den Roman anschließt. So ließe sich die Frage nach Beziehungskonzepten und Emanzipation von der Herrkunftsfamilie aus feministischer Perspektive diskutieren. Eine weitere Frage, die in der Runde diskutiert werden k

ann, ist die nach der Notwendigkeit der bürgerlichen Familie und wieso diese Form des Zusammenlebens von der Bundesregierung durch Gesetze und Reform gefördert und gefordert wird.

Diese Veranstaltung richtet sich an alle Interessierten und vor allem an Student_innen der Literaturwissenschaften, Kulturwissenschaften und Kunstwissenschaften. All Gender are welcome! Es wird aber um eine solidarische Diskussion und Fragerunde gebeten!

Die Lesung findet am 9.03.2013 im Mädchenkulturhaus in der Heinrichstraße statt.

Wir freuen uns sehr auf euer kommen!

flyer lesung

Advertisements