Hoffnungslos Feministisch – Programm

Für das Hoffnungslos Feministisch Wochenende steht jetzt das Programm! Es wird das ganze Wochenende über spannende Workshops geben. Kommt vorbei!

Hoffnungslos feministisch!?

Programmübersicht für das Wochenende „Hoffnungslos Feministisch!?“

24. – 26. Oktober 2008,

im Mädchenkulturhaus, Heinrichstraße 21, Bremen

Freitag 24.10.08

17:00 – 18.30

Ankommen im Mädchenkulturhaus, Infos, Schlafplatzverteilung, Essen (Suppe, vegan)

18:30 – 20:30

1. Etappen der frauenlesbenbewegung. Frauen aus der autonomen FrauenLesbenbewegung tragen ihre Erfahrungen aus den 70iger, 80igern und 90igern zusammen.

21:00 – 22:30

2. In Bewegung Bleiben – 100 Jahre Lesbengeschichte

3. queer feministische gemeinschaft – eine plattform stellt sich vor.

ab 21:00 Kneipe

Samstag 25.10.08

10:00 – 13:00

4. Feministische Körper(politik)

5. Ein Block: Queer Feminismus + all-gender Organisierung

10.00 – 11:30 Queer, Feministisch und-oder Queer-Feministisch?

11:30 – 13:00 Chancen und Grenzen von all-gender Organisierung in (queer-) feministischen Kontexten.

13:00 – 14:00 Mittagspause

14:00 – 16:30

6. Mit der deutschen Militärmacht auf Kriegsfuß – Feministische Organisierung?

7. LesMigraS – Präsentation unserer Arbeit.

8. Körper, Normen…

17:00 – 19:00

9. feminist meeting. Bewohnerinnen aus Flüchtlingslagern berichten über ihre Situation.

10. Pornographie: bekämpfen oder genießen?

11. Komplex radikal: Queere Ökonomiekritik.

ab 22:00 Party mit DJane-Mix für alle Teilnehmer_innen und Freund_innen

Sonntag 26.10.08

10:00 – 12:00

12. Antisexistische Praxen. Workshop über die Erfahrungen von Ansprechgruppen auf antirassistischen Camps.

13. Lebensbedingungen von Menschen ohne gültige Aufenthaltspapiere – Gleiche Rechte für Alle.

12:00 – 13:00 Pause

13:00 – 14:30

Abschluss. Und tschüß. Rückblick – Einblick – Ausblick der etwas anderen Art

(Die Veranstaltungen in den jeweiligen Zeitblöcken finden parallel statt)

Und hier noch mal die ausführliche Beschreibung:

Hoffnungslos feministisch!?

Programm für das Wochenende „Hoffnungslos Feministisch!?“

24. – 26. Oktober 2008,

im Mädchenkulturhaus, Heinrichstraße 21, Bremen

http://www.Hoffnungslos-Feministisch.de

Freitag 24.10.08

17:00 – 18.30

Ankommen im Mädchenkulturhaus, Infos, Schlafplatzverteilung, Essen (Suppe, vegan)

18:30 – 20:30

1. Etappen der Frauenlesbenbewegung. Frauen aus der autonomen FrauenLesbenbewegung tragen ihre Erfahrungen aus den 70iger, 80igern und 90igern zusammen. Zu den vielen euphorischen und positiven Momenten gehören auch kritische Blicke. In Kleingruppen wollen wir dann gemeinsam erarbeiten, was geblieben und was sich wie verändert hat. Was können wir daraus für eine feministische Perspektive für heute ziehen“.

21:00 – 22:30

2. In Bewegung Bleiben – 100 Jahre Lesbengeschichte. Multimediale Buchvorstellung des Buches In Bewegung bleiben – 100 Jahre Politik, Kultur und Geschichte von Lesben“ mit Diskussion mit der Mitherausgeberin. Das Buch erschien in Berlin 2007 im Querverlag, Hrsg: Gabriele Dennert, Christiane Leidinger, Franziska Rauchut.

3. queer feministische gemeinschaft – eine plattform stellt sich vor. queere lesben frauen transgender, die gerne in gemeinschaften leben wollen finden hier einen ort sich zu begegnen und über ihre Wünsche auszutauschen. http://queere-gemeinschaft.blogspot.com.

ab 21:00 Kneipe

Samstag 25.10.08

10:00 – 13:00

4. Feministische Körper(politik). Der weibliche Körper bildete und bildet Ausgangs- und Bezugspunkt feministischer Politik. Er war und ist Schauplatz von Kämpfen und Kontroversen: Kämpfen gegen gesellschaftlich dominierende Idealbilder des weiblichen Körpers und dessen Fremdbestimmung, sowie Versuchen der positiven Aneignung. Innerhalb des feministischen Diskurses wird aber auch kontrovers diskutiert, inwiefern mit Bezugnahme auf einen weiblichen Körper Normierungen und Ausschlüsse (re)produziert werden.

Wie lässt sich Politik über einen Körper machen, wenn dieser immer schon von gesellschaftlichen Macht- und Gewaltverhältnissen durchdrungen ist/ durch diese hervorgebracht wird? Kann es eine politische Bezugnahme auf den weiblichen Körper geben ohne Geschlechterdifferenzen zu zementieren oder kann das nicht ausbleiben, wenn es gilt Verletzungen, sexistische Erfahrungen und Diskriminierungen zu thematisieren? Was kann als Ziel von Körperpolitik formuliert werden? Lässt sich z.B. Porno als Vermittlerin von Körperkonzepten subversiv nutzbar machen? Oder was ist menschlich am Cyborg, was nicht-technisch am Menschen? Diese und andere Fragen wollen wir anhand von Exkursen genauer betrachten und mit euch diskutieren. (Feministisches Plenum Oldenburg)

5. Ein Block: Queer Feminismus + all-gender Organisierung
10:00 – 11:30 Queer, Feministisch und-oder Queer- Feministisch?

Der Workshop greift die in der linken FrauenLesben und FrauenLesbenTransszene existierende Spaltung zwischen feministischen und queeren Positionen auf, welche z.B. im Vorfeld zur den AntiG8 Organisation dazu geführt hat, dass mehrere Queers das feministische Bündnis verlassen haben. Es werden queere Positionen hergeleitet, dargestellt und auf ihre (Un)Vereinbarkeit !? mit feministischer Organisierung, insbesondere im Hinblick auf eine gemeinsame Praxis, diskutiert. (Simon aus Bremen)

11:30 – 13:00 Chancen und Grenzen von all-gender Organisierung in (queer-) feministischen Kontexten.

Am Beispiel einer Auswertung der Walpurgisdemo und Aktionswoche gegen das Christival in Bremen. Am 30.4. sind in Bremen ca. tausend Menschen auf die Strasse gegangen um gegen den sexistischen Normalzustand und gegen die homophoben und sexistischen Inhalte des Christivals zu protestieren. Erstmalig fand eine Walpurgisnachtdemo aus dem Anlass der zeitgleichen Eröffnung des Christivals gemeinsam mit (Bio-)Männern statt. Die Initiierung eines Bündnisses als auch die Vorbereitung der Demo ging aus unserer gemischt-geschlechtlichen Guppe hervor. Der Beschluss für die Demo an diesem klassischen Datum all gender zu mobilisieren wurde dabei zu Beginn gefällt, jedoch nicht ohne Bedenken.

Wir wollen mit Euch anhand einer Auswertung den Sinn und Unsinn einer all gender- Organisierung und Mobilisierung zu (queer-)feministischen Inhalten diskutieren. Welche Probleme sind aus unserer Sicht aufgetreten? Was sind Vor- und Nachteile queer-feministischer Bündnispolitik? Haben sich FrauenLesbenTrans durch die Öffnung ausgeschlossen gefühlt? Inwiefern gibt es ein Zusammenhang zwischen dem Auftreten auf der Demo und dem Geschlecht der Demonstrierenden? Wie hören sich feministische Parolen an, wenn sie von Männern gerufen werden? Wie können feministische Konsense sinnvoll vermittelt werden? (Mitorganisator_innen aus dem „Anti-sexistischen Bündnis NoChristival“)

13:00 – 14:00 Mittagspause

14:00 – 16:30

6. Mit der deutschen Militärmacht auf Kriegsfuß – Feministische Organisierung? Kriegspropaganda, Kriegsführung, Militarisierung des zivilen Lebens: Was passiert hier eigentlich und wo ist unser Widerstand? Es ist nicht mehr zu übersehen: Deutschland führt wieder Kriege und rüstet nach innen und außen auf. Die Antikriegsbewegung ist relativ schwach. Wir wollen mit euch zusammen überlegen, wie wir uns als Feministinnen dagegen organisieren können, was für Ansätze es gibt und mit welchen wir uns verbünden wollen. (FrauenLesben aus Hamburg)

7. LesMigraS – Präsentation unserer Arbeit. LesMigraS ist ein Arbeitsbereich der Lesbenberatung in Berlin und beschäftigt sich in einem interkulturellen Team mit der Problematik der mehrdimensionalen Diskriminierung. Zum einen leisten wir Sensibilisierungs- und Antidiskriminierungsarbeit in verschiedenen LGBTQ Projekten als auch Projekten verschiedener MigrantInnen-Communities, zum anderen ist es uns wichtig, LBTQ mit Migrationshintergrund bei ihrer Vernetzung und Empowerment zu unterstützen.. Speziell möchten wir auf die Mehrfachdiskriminierung von lesbischen Migrantinnen und Schwarzen Lesben eingehen. (Lisa aus Berlin)

8. Körper-Normen, Schönheit, alles selbstbestimmt, oder was!?

In der deutschen Frauenbewegung der siebziger und achtziger Jahre war die Forderung nach feministischer Selbstbestimmung über den eigenen Körper (als Kampfbegriff gegen die patriarchale Fremdbestimmung) ein Inbegriff des emanzipatorischen Widerstands. Und heute? Über die Gestaltung, Veränderung und den Umgang mit dem eigenen Körper selbstbestimmt zu entscheiden und individuell Verantwortung zu tragen, empfinden viele als unhinterfragbare Selbstverständlichkeit.

Dabei gilt der Körper immer weniger als „gegeben“, sondern er wird zunehmend als Projekt gesehen, dass vervollständigt bzw. ergänzt werden kann und muss:

· Alltägliche (Um)gestaltung des Körpers von Rasieren bis zu Schamlippen-Normierungs-Operationen

· Entscheidung für Wunschkinder zum Wunschdatum mit Hilfe biomedizinischer Techniken

· Hormoneinnahme zur Verhütung oder um den messbaren Normen für Weiblichkeit zu entsprechen.

Aber geht es hierbei wirklich um selbstbestimmte Festlegungen?

Selbstbestimmung als ehemals kollektiver Kampfbegriff wird heute verstanden als Recht auf individuelle Entscheidungen – die jedoch meist innerhalb der Normen des patriarchalen und kapitalistisch-neoliberalen Rahmens verbleiben.

· Liegt in der Gestaltung des Körpers emanzipatives Potential z.B. mittels Durchbrechen der vermeintlichen biologischen und geschlechtlichen Gegebenheiten?

· Was sind heute feministische Positionen in Bezug auf Körperfragen?

· Eröffnen sich dadurch bestimmte Felder des Widerstands?

Auch für uns sind viele Fragen in diesem Bereich offen. Wir wünschen uns einen praxisnahen und vielfältigen Austausch mit Euch und wollen uns so anhand konkreter Beispiele „feministischen Antworten“ annähern.

17:00 – 19:00

9. feminist meeting. Bewohnerinnen aus Flüchtlingslagern berichten über ihre Situation. Wir werden uns über Möglichkeiten und Grenzen einer Vernetzung austauschen und unseren feministischen Ansatz diskutieren.

10. Pornographie: bekämpfen oder genießen?

In der westlichen Frauenbewegung ab den 70er Jahren wurde Pornographie als ein wesentliches strukturelles Element sexueller Ausbeutung und Unterdrückung von Frauen analysiert und angegriffen. Ist diese Analyse noch aktuell ? Wie sieht unsere Position heute aus ? Diskussion + Aktion (ÜRI)

11. Komplex radikal: Queere Ökonomiekritik.

Kapitalismuskritik und Queer sind beide radikal und versuchen beide, die Komplexität sozialer Praxen zu begreifen. Sie liefern eine vielschichtige Sicht auf Herrschaftsstrukturen und beleuchten bestimmte Aspekte gesellschaftlicher Unterdrückung. Während Kapitalismuskritik Ausbeutungsverhältnisse rund um die Verteilung von Produktionsmitteln fokussiert, wendet sich Queer in erster Linie gegen Normativität und Identitätszwang. Beide verstehen sich als grundlegende Gesellschaftskritik. Jenseits davon, im Marxismus nur eine binäre Beschäftigung mit dem Hauptwiderspruch zwischen Arbeiterklasse und Kapital, und in Queer nur die schwul-lesbische Forderung nach der Anerkennung und dem Einschluss ins Bestehende zu sehen, interessiert uns, wo Verknüpfungspunkte sind und was beide gewinnen würden, vom jeweils anderen zu lernen.

(Do und Kathrin aus Hamburg)

ab 22:00 Party mit DJane-Mix für alle Teilnehmer_innen und Freund_innen

Weitere Kultur-Events in der Stadt am Samstag, 25.10.08

„Ohne Uns“, Frauen-Band mit male drummer, außerdem wahrscheinlich noch eine zweite Band. Beginn: 22 Uhr (Pünktlich!) Ort: Grünenstraße 18

Kick la Luna (Frauenband), danach Disco

Veranstaltet von „belladonna“, Frauen Kultur-, Kommunikations- und Bildungszentrum

Beginn: 20:00, Ort: Schwankhalle

Sonntag, 26.10.08

10:00 – 12:00

12. Antisexistische Praxen.

Workshop über die Erfahrungen von Ansprechgruppen auf antirassistischen Camps. (Anja aus Berlin)

13. Lebensbedingungen von Menschen ohne gültige Aufenthaltspapiere – Gleiche Rechte für Alle.

Menschen, die in der BRD ohne gültige Aufenthaltspapiere leben, sind vielfältigen Ausgrenzungen und struktureller bzw. institutioneller Entrechtung ausgesetzt. In dem hierarchischen System der Entrechtung – manifestiert u.a. durch das Zuwanderungsgesetz – befinden sie sich auf der untersten Stufe. In allen Bereichen des alltäglichen Lebens werden sie mit ihrer Rechtlosigkeit konfrontiert, sei es hinsichtlich dem nicht-existenten Zugang zur Gesundheitsversorgung, dem fehlenden Recht auf Bildung, ungesicherten und inhumanen Arbeitsverhältnissen, und vieles mehr. Täglich müssen sie mit behördlicher aber auch individueller Denunzierung rechnen, welches in der Regel die Festnahme und Abschiebung für sie bedeutet. Ihre Realität spiegelt sich wieder in einem unzumutbaren psychischen Druck.
In dieser Veranstaltung werden wir Lebensbedingungen von Menschen ohne Papiere am Beispiel lateinamerikanischer Frauen und Transsexueller schildern. Des Weiteren werden wir aufzeigen, wo es Ansätze für punktuelle Verbesserungen in Hamburg geben könnte und welche Möglichkeiten der politischen oder sozialen Intervention es gibt.
(Mujeres sin fronteras aus Hamburg)

13:00 – 14:30

14. Abschlussveranstaltung

Und tschüß. Rückblick – Einblick – Ausblick der etwas anderen Art (FrauenLesben aus Bremen)

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