Offenes Treffen
Das nächste offene Treffen des autonomen Feministischen Referats findet am Mittwoch den 13.05.2009 um 12.00 Uhr statt. Wenn ihr bei uns mitmachen wollt oder es überlegt dann kommt gerne vorbei!
Öffnungszeiten
Das Autonome Feministische Referat hat jetzt auch Donnerstags für euch geöffnet!
Die aktuellen Öffnungszeiten im Sommersemester 2009 sind:
Montags: 11:00 – 15.00 Uhr
Mittwochs: 12.00 – 13.00 uhr
Donnerstags: 11.00 – 13.00 Uhr
Dienstags und Freitags könnt ihr im Büro Fragen, ob Euch jemand aufschließen kann.
Wir freuen uns auf euren Besuch und laden euch ein unsere Räume und Computer zu nutzen, im Archiv zu stöbern und euch zu informieren!
Veranstaltung: Antisemitismus und Geschlecht 22.11.
| Wo: | Infoladen Bremen |
| Wann: | 22.11.08 um 20 Uhr |
| Was: | Ein Einführungsvortrag mit einer Vertreterin der Gruppe A.G. GENDER KILLER Zu Beginn der 90er Jahre hat sich eine neue Forschungsperspektive in der Auseinandersetzung mit Antisemitismus etabliert: Geschlecht. Eine Reihe von Publikationen beschäftigt sich seither mit der Verschränkung antisemitischer Bilder und geschlechtlicher Konstruktionen. Die Veranstaltung will diese Bilder etwas näher beleuchten, zueinander in Beziehung setzen und zeigen, dass sich Antisemitismus und Geschlecht nicht nur am Rande berühren, sondern dass Geschlechterbilder zentral für das Funktionieren antisemitischer Stereotype und Hassfiguren sind. Einheitliche Stereotype vom „deutschen“ Mann und von der „deutschen“ Frau stehen dabei widersprüchlichen Bildern des „Jüdischen“ gegenüber. Der „jüdische“ Körper sei paradox gespalten: männlich und weiblich zugleich. Die Folge sind Bilder, die vom effeminierten „jüdischen“ Mann bis zum „jüdischen“ Vergewaltiger und Mädchenhändler, von der schönen „Jüdin“ bis zum „jüdischen“ Mannweib reichen. Mit dem Gegenentwurf des „Jüdischen“ kann von den Nationalsozialist_innen das Konstrukt des Ariers überhaupt erst produziert werden. Das Judentum übernimmt in der Ideologie der Nazis schlussendlich den Part der „Gegenrasse“. Die A.G.GENDER-KILLER ist eine Gruppe von Menschen aus unterschiedlichen politischen Zusammenhängen, die 2001 begonnen haben, zum Thema Geschlechterverhältnisse, Antisexismus und Patriarchat zu arbeiten. [www.gender-killer.de] Aus der Reihe „Ich hätte nicht geglaubt, wozu die Deutschen fähig sind.“ in Gedenken der Novemberpogrome von 1938. Diese Veranstaltung wird durchgeführt von associazione delle talpe in Kooperation mit dem FemRef (Autonomes Feministisches Referat des AStA der Uni Bremen) durchgeführt. |
Endlich: Neue Öffnungszeiten im WS 08/09
Das Feministische Referat hat endlich neue Öffnungszeiten, an denen ihr unsere Räume nutzen, in unserem Archiv stöbern, Kaffee trinken oder uns mit eurer Gesellschaft beglücken könnt. Dort könnt ihr auch Kontak t aufnehmen, wenn ihr auch im Femref mitmachen wollt. Kommt vorbei!
Dienstag: 12.30-15.00 Uhr
Mittwoch: 12.00-15.00 Uhr
Gründung Stuga Gender
Die Studierenden des Studiengangs Gender Studies, der vom Zentrum für Gender Studies (ZGS) in Kooperation mit der Uni Oldenburg angeboten wird, gründen einen eigenen Stuga. Dazu gibt es zwei Termine, zum einen ein Vorbereitungstreffen für diejenigen, die selbst beim Stuga mitmachen wollen und eine Vollversammlung (VV) zur Wahl des Stugas. Zur Vollversammlung sind alle Studierenden der Gender Studies eingeladen, neben der Wahl soll auch Raum zum Austausch sein und Themen für die Stugaarbeit gesammelt werden.
Bald wird es auch eine Stugamailadresse geben.
Termine:
Mo am 24.11.08, 12:00 – 13:00 IW3 0330 (Treffen für alle, die mitwirken wollen)
Mi am 03.12.08, 13:00 – 15:00 GW2 B3009 (Vollversammlung)
“Bitte streut diese Information so weit wie möglich unter allen Gender-Studierenden. Jeder der Lust hat sich einzubringen sollte eine Chance dazu erhalten!”
Hoffnungslos Feministisch – Programm
Für das Hoffnungslos Feministisch Wochenende steht jetzt das Programm! Es wird das ganze Wochenende über spannende Workshops geben. Kommt vorbei!
Hoffnungslos feministisch!?
Programmübersicht für das Wochenende „Hoffnungslos Feministisch!?“
24. – 26. Oktober 2008,
im Mädchenkulturhaus, Heinrichstraße 21, Bremen
Freitag 24.10.08
17:00 – 18.30
Ankommen im Mädchenkulturhaus, Infos, Schlafplatzverteilung, Essen (Suppe, vegan)
18:30 – 20:30
1. Etappen der frauenlesbenbewegung. Frauen aus der autonomen FrauenLesbenbewegung tragen ihre Erfahrungen aus den 70iger, 80igern und 90igern zusammen.
21:00 – 22:30
2. In Bewegung Bleiben – 100 Jahre Lesbengeschichte
3. queer feministische gemeinschaft – eine plattform stellt sich vor.
ab 21:00 Kneipe
Samstag 25.10.08
10:00 – 13:00
4. Feministische Körper(politik)
5. Ein Block: Queer Feminismus + all-gender Organisierung
10.00 – 11:30 Queer, Feministisch und-oder Queer-Feministisch?
11:30 – 13:00 Chancen und Grenzen von all-gender Organisierung in (queer-) feministischen Kontexten.
13:00 – 14:00 Mittagspause
14:00 – 16:30
6. Mit der deutschen Militärmacht auf Kriegsfuß – Feministische Organisierung?
7. LesMigraS – Präsentation unserer Arbeit.
8. Körper, Normen…
17:00 – 19:00
9. feminist meeting. Bewohnerinnen aus Flüchtlingslagern berichten über ihre Situation.
10. Pornographie: bekämpfen oder genießen?
11. Komplex radikal: Queere Ökonomiekritik.
ab 22:00 Party mit DJane-Mix für alle Teilnehmer_innen und Freund_innen
Sonntag 26.10.08
10:00 – 12:00
12. Antisexistische Praxen. Workshop über die Erfahrungen von Ansprechgruppen auf antirassistischen Camps.
13. Lebensbedingungen von Menschen ohne gültige Aufenthaltspapiere – Gleiche Rechte für Alle.
12:00 – 13:00 Pause
13:00 – 14:30
Abschluss. Und tschüß. Rückblick – Einblick – Ausblick der etwas anderen Art
(Die Veranstaltungen in den jeweiligen Zeitblöcken finden parallel statt)
Und hier noch mal die ausführliche Beschreibung:
Hoffnungslos feministisch!?
Programm für das Wochenende „Hoffnungslos Feministisch!?“
24. – 26. Oktober 2008,
im Mädchenkulturhaus, Heinrichstraße 21, Bremen
www.Hoffnungslos-Feministisch.de
Freitag 24.10.08
17:00 – 18.30
Ankommen im Mädchenkulturhaus, Infos, Schlafplatzverteilung, Essen (Suppe, vegan)
18:30 – 20:30
1. Etappen der Frauenlesbenbewegung. Frauen aus der autonomen FrauenLesbenbewegung tragen ihre Erfahrungen aus den 70iger, 80igern und 90igern zusammen. Zu den vielen euphorischen und positiven Momenten gehören auch kritische Blicke. In Kleingruppen wollen wir dann gemeinsam erarbeiten, was geblieben und was sich wie verändert hat. Was können wir daraus für eine feministische Perspektive für heute ziehen”.
21:00 – 22:30
2. In Bewegung Bleiben – 100 Jahre Lesbengeschichte. Multimediale Buchvorstellung des Buches In Bewegung bleiben – 100 Jahre Politik, Kultur und Geschichte von Lesben” mit Diskussion mit der Mitherausgeberin. Das Buch erschien in Berlin 2007 im Querverlag, Hrsg: Gabriele Dennert, Christiane Leidinger, Franziska Rauchut.
3. queer feministische gemeinschaft – eine plattform stellt sich vor. queere lesben frauen transgender, die gerne in gemeinschaften leben wollen finden hier einen ort sich zu begegnen und über ihre Wünsche auszutauschen. http://queere-gemeinschaft.blogspot.com.
ab 21:00 Kneipe
Samstag 25.10.08
10:00 – 13:00
4. Feministische Körper(politik). Der weibliche Körper bildete und bildet Ausgangs- und Bezugspunkt feministischer Politik. Er war und ist Schauplatz von Kämpfen und Kontroversen: Kämpfen gegen gesellschaftlich dominierende Idealbilder des weiblichen Körpers und dessen Fremdbestimmung, sowie Versuchen der positiven Aneignung. Innerhalb des feministischen Diskurses wird aber auch kontrovers diskutiert, inwiefern mit Bezugnahme auf einen weiblichen Körper Normierungen und Ausschlüsse (re)produziert werden.
Wie lässt sich Politik über einen Körper machen, wenn dieser immer schon von gesellschaftlichen Macht- und Gewaltverhältnissen durchdrungen ist/ durch diese hervorgebracht wird? Kann es eine politische Bezugnahme auf den weiblichen Körper geben ohne Geschlechterdifferenzen zu zementieren oder kann das nicht ausbleiben, wenn es gilt Verletzungen, sexistische Erfahrungen und Diskriminierungen zu thematisieren? Was kann als Ziel von Körperpolitik formuliert werden? Lässt sich z.B. Porno als Vermittlerin von Körperkonzepten subversiv nutzbar machen? Oder was ist menschlich am Cyborg, was nicht-technisch am Menschen? Diese und andere Fragen wollen wir anhand von Exkursen genauer betrachten und mit euch diskutieren. (Feministisches Plenum Oldenburg)
5. Ein Block: Queer Feminismus + all-gender Organisierung
10:00 – 11:30 Queer, Feministisch und-oder Queer- Feministisch?
Der Workshop greift die in der linken FrauenLesben und FrauenLesbenTransszene existierende Spaltung zwischen feministischen und queeren Positionen auf, welche z.B. im Vorfeld zur den AntiG8 Organisation dazu geführt hat, dass mehrere Queers das feministische Bündnis verlassen haben. Es werden queere Positionen hergeleitet, dargestellt und auf ihre (Un)Vereinbarkeit !? mit feministischer Organisierung, insbesondere im Hinblick auf eine gemeinsame Praxis, diskutiert. (Simon aus Bremen)
11:30 – 13:00 Chancen und Grenzen von all-gender Organisierung in (queer-) feministischen Kontexten.
Am Beispiel einer Auswertung der Walpurgisdemo und Aktionswoche gegen das Christival in Bremen. Am 30.4. sind in Bremen ca. tausend Menschen auf die Strasse gegangen um gegen den sexistischen Normalzustand und gegen die homophoben und sexistischen Inhalte des Christivals zu protestieren. Erstmalig fand eine Walpurgisnachtdemo aus dem Anlass der zeitgleichen Eröffnung des Christivals gemeinsam mit (Bio-)Männern statt. Die Initiierung eines Bündnisses als auch die Vorbereitung der Demo ging aus unserer gemischt-geschlechtlichen Guppe hervor. Der Beschluss für die Demo an diesem klassischen Datum all gender zu mobilisieren wurde dabei zu Beginn gefällt, jedoch nicht ohne Bedenken.
Wir wollen mit Euch anhand einer Auswertung den Sinn und Unsinn einer all gender- Organisierung und Mobilisierung zu (queer-)feministischen Inhalten diskutieren. Welche Probleme sind aus unserer Sicht aufgetreten? Was sind Vor- und Nachteile queer-feministischer Bündnispolitik? Haben sich FrauenLesbenTrans durch die Öffnung ausgeschlossen gefühlt? Inwiefern gibt es ein Zusammenhang zwischen dem Auftreten auf der Demo und dem Geschlecht der Demonstrierenden? Wie hören sich feministische Parolen an, wenn sie von Männern gerufen werden? Wie können feministische Konsense sinnvoll vermittelt werden? (Mitorganisator_innen aus dem „Anti-sexistischen Bündnis NoChristival“)
13:00 – 14:00 Mittagspause
14:00 – 16:30
6. Mit der deutschen Militärmacht auf Kriegsfuß – Feministische Organisierung? Kriegspropaganda, Kriegsführung, Militarisierung des zivilen Lebens: Was passiert hier eigentlich und wo ist unser Widerstand? Es ist nicht mehr zu übersehen: Deutschland führt wieder Kriege und rüstet nach innen und außen auf. Die Antikriegsbewegung ist relativ schwach. Wir wollen mit euch zusammen überlegen, wie wir uns als Feministinnen dagegen organisieren können, was für Ansätze es gibt und mit welchen wir uns verbünden wollen. (FrauenLesben aus Hamburg)
7. LesMigraS – Präsentation unserer Arbeit. LesMigraS ist ein Arbeitsbereich der Lesbenberatung in Berlin und beschäftigt sich in einem interkulturellen Team mit der Problematik der mehrdimensionalen Diskriminierung. Zum einen leisten wir Sensibilisierungs- und Antidiskriminierungsarbeit in verschiedenen LGBTQ Projekten als auch Projekten verschiedener MigrantInnen-Communities, zum anderen ist es uns wichtig, LBTQ mit Migrationshintergrund bei ihrer Vernetzung und Empowerment zu unterstützen.. Speziell möchten wir auf die Mehrfachdiskriminierung von lesbischen Migrantinnen und Schwarzen Lesben eingehen. (Lisa aus Berlin)
8. Körper-Normen, Schönheit, alles selbstbestimmt, oder was!?
In der deutschen Frauenbewegung der siebziger und achtziger Jahre war die Forderung nach feministischer Selbstbestimmung über den eigenen Körper (als Kampfbegriff gegen die patriarchale Fremdbestimmung) ein Inbegriff des emanzipatorischen Widerstands. Und heute? Über die Gestaltung, Veränderung und den Umgang mit dem eigenen Körper selbstbestimmt zu entscheiden und individuell Verantwortung zu tragen, empfinden viele als unhinterfragbare Selbstverständlichkeit.
Dabei gilt der Körper immer weniger als „gegeben“, sondern er wird zunehmend als Projekt gesehen, dass vervollständigt bzw. ergänzt werden kann und muss:
· Alltägliche (Um)gestaltung des Körpers von Rasieren bis zu Schamlippen-Normierungs-Operationen
· Entscheidung für Wunschkinder zum Wunschdatum mit Hilfe biomedizinischer Techniken
· Hormoneinnahme zur Verhütung oder um den messbaren Normen für Weiblichkeit zu entsprechen.
Aber geht es hierbei wirklich um selbstbestimmte Festlegungen?
Selbstbestimmung als ehemals kollektiver Kampfbegriff wird heute verstanden als Recht auf individuelle Entscheidungen – die jedoch meist innerhalb der Normen des patriarchalen und kapitalistisch-neoliberalen Rahmens verbleiben.
· Liegt in der Gestaltung des Körpers emanzipatives Potential z.B. mittels Durchbrechen der vermeintlichen biologischen und geschlechtlichen Gegebenheiten?
· Was sind heute feministische Positionen in Bezug auf Körperfragen?
· Eröffnen sich dadurch bestimmte Felder des Widerstands?
Auch für uns sind viele Fragen in diesem Bereich offen. Wir wünschen uns einen praxisnahen und vielfältigen Austausch mit Euch und wollen uns so anhand konkreter Beispiele „feministischen Antworten“ annähern.
17:00 – 19:00
9. feminist meeting. Bewohnerinnen aus Flüchtlingslagern berichten über ihre Situation. Wir werden uns über Möglichkeiten und Grenzen einer Vernetzung austauschen und unseren feministischen Ansatz diskutieren.
10. Pornographie: bekämpfen oder genießen?
In der westlichen Frauenbewegung ab den 70er Jahren wurde Pornographie als ein wesentliches strukturelles Element sexueller Ausbeutung und Unterdrückung von Frauen analysiert und angegriffen. Ist diese Analyse noch aktuell ? Wie sieht unsere Position heute aus ? Diskussion + Aktion (ÜRI)
11. Komplex radikal: Queere Ökonomiekritik.
Kapitalismuskritik und Queer sind beide radikal und versuchen beide, die Komplexität sozialer Praxen zu begreifen. Sie liefern eine vielschichtige Sicht auf Herrschaftsstrukturen und beleuchten bestimmte Aspekte gesellschaftlicher Unterdrückung. Während Kapitalismuskritik Ausbeutungsverhältnisse rund um die Verteilung von Produktionsmitteln fokussiert, wendet sich Queer in erster Linie gegen Normativität und Identitätszwang. Beide verstehen sich als grundlegende Gesellschaftskritik. Jenseits davon, im Marxismus nur eine binäre Beschäftigung mit dem Hauptwiderspruch zwischen Arbeiterklasse und Kapital, und in Queer nur die schwul-lesbische Forderung nach der Anerkennung und dem Einschluss ins Bestehende zu sehen, interessiert uns, wo Verknüpfungspunkte sind und was beide gewinnen würden, vom jeweils anderen zu lernen.
(Do und Kathrin aus Hamburg)
ab 22:00 Party mit DJane-Mix für alle Teilnehmer_innen und Freund_innen
Weitere Kultur-Events in der Stadt am Samstag, 25.10.08
„Ohne Uns”, Frauen-Band mit male drummer, außerdem wahrscheinlich noch eine zweite Band. Beginn: 22 Uhr (Pünktlich!) Ort: Grünenstraße 18
Kick la Luna (Frauenband), danach Disco
Veranstaltet von „belladonna“, Frauen Kultur-, Kommunikations- und Bildungszentrum
Beginn: 20:00, Ort: Schwankhalle
Sonntag, 26.10.08
10:00 – 12:00
12. Antisexistische Praxen.
Workshop über die Erfahrungen von Ansprechgruppen auf antirassistischen Camps. (Anja aus Berlin)
13. Lebensbedingungen von Menschen ohne gültige Aufenthaltspapiere – Gleiche Rechte für Alle.
Menschen, die in der BRD ohne gültige Aufenthaltspapiere leben, sind vielfältigen Ausgrenzungen und struktureller bzw. institutioneller Entrechtung ausgesetzt. In dem hierarchischen System der Entrechtung – manifestiert u.a. durch das Zuwanderungsgesetz – befinden sie sich auf der untersten Stufe. In allen Bereichen des alltäglichen Lebens werden sie mit ihrer Rechtlosigkeit konfrontiert, sei es hinsichtlich dem nicht-existenten Zugang zur Gesundheitsversorgung, dem fehlenden Recht auf Bildung, ungesicherten und inhumanen Arbeitsverhältnissen, und vieles mehr. Täglich müssen sie mit behördlicher aber auch individueller Denunzierung rechnen, welches in der Regel die Festnahme und Abschiebung für sie bedeutet. Ihre Realität spiegelt sich wieder in einem unzumutbaren psychischen Druck.
In dieser Veranstaltung werden wir Lebensbedingungen von Menschen ohne Papiere am Beispiel lateinamerikanischer Frauen und Transsexueller schildern. Des Weiteren werden wir aufzeigen, wo es Ansätze für punktuelle Verbesserungen in Hamburg geben könnte und welche Möglichkeiten der politischen oder sozialen Intervention es gibt. (Mujeres sin fronteras aus Hamburg)
13:00 – 14:30
14. Abschlussveranstaltung
Und tschüß. Rückblick – Einblick – Ausblick der etwas anderen Art (FrauenLesben aus Bremen)
Unser Archiv im Netz!!!
Wir stellen unser komplettes Archiv online, so dass ihr von euren eigenen Rechnern aus bei uns stöbern könnt und das schön übersichtlich…
Checkt: http://www.librarything.de/catalog/femref
Noch sind nicht alle unsere Medien katalogisiert.
No Christival… Anzeigen wegen homophober Polizeigewalt
Ja das Christival, dass im Mai in Bremen stattgefunden hat und sich besonders durch sexistische und homophobe Inhalte unbeliebt gemacht hat, ist ja jetzt zum Glück vorbei. Während Protestaktionen gegen das Christival und einzelne Veranstaltungen kam es, so die Antirepressionsgruppe 2.5.08, zu Übergriffen durch die Polizei. Betroffene von homophober Polizeigewalt stellen jetzt Anzeige wegen Körperverletzung und u.a. sexualisierter Nötigung.
Hier der taz-Artikel:
Christival-Gegner zeigen Polizei an
Nach einem “Kiss In” soll die Polizei Gegner des evangelikalen Jugendfestivals auf dem Marktplatz misshandelt haben
Die Polizeieinsätze bei den “Christival”-Protesten Anfang Mai haben nun ein juristisches Nachspiel. Am Freitag erstatteten mehrere GegnerInnen des evangelikalen Jugendfestivals Anzeige gegen Bremer Polizisten wegen Körperverletzung und “sexualisierter Nötigung”.
Am 2. Mai hatten rund 30 “Homo- und Transpersonen” zunächst mit einem “Kiss In” gegen eine Ersatzveranstaltung für das abgesetzte Christival-Seminar “Homosexualität verstehen – Chance zur Veränderung” in der Martinikirche protestiert. Anschließend zog die Gruppe zum Markplatz, auf dem zu der Zeit ein Konzert des Christival stattfand, um dort ein Transparent zu entrollen. Darauf habe die Polizei nach Angaben der “Antirepressionsgruppe 2. Mai” mit drastischen Maßnahmen reagiert. “Die hatten den Schlagstock schon in der Hand als wir kamen”, sagte eine junge Frau, die an der Aktion teilgenommen hatte. “Dabei ging von uns keinerlei Gewalt aus.” Einige der dabei eingekesselten Beteiligten seien durch Stockschläge verletzt worden. Zwei Personen wurden über mehrere Stunden in Gewahrsam gehalten. Ein 18-Jähriger sei dort gezwungen worden, sich in Gegenwart dreier Polizisten, die noch ihre Panzerung getragen hätten, auszuziehen, um festzustellen, ob er “gefährliche Gegenstände” bei sich trage. Dabei hätten die Polizisten sich beleidigend geäußert. Die übrige Gruppe wurde von der Polizei bis zum Goethe-Theater abgedrängt. Eine Fotografin, die den Vorfall dokumentierte, wurde nach Augenzeugenberichten brutal zu Boden geworfen.
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// ]]> –>“Es war offensichtlich Ziel der Polizei, mit Gewalt die Proteste gegen Homophobie unsichtbar zu machen,” heißt es in einer Erklärung zu den Anzeigen vom Freitag. Aus Solidarität versammelten sich am Freitagnachmittag rund 60 Personen zu einem erneuten “Kiss In” auf dem Markplatz. cja
Hoffnungslos Feministisch
In Bremen wird am 24.-26. Oktober das Hoffnungslos Feministisch Wochenende stattfinden. Es werden wohl auch noch Menschen gesucht, die Lust haben sich einzubringen. Wenn ihr auf den Link kriegt, seht ihr den Flyer.
