Justicia Negada- Drei mexikanische Frauen auf der Suche nach Gerechtigkeit

 

 

Die Autorin und Regisseurin Perla de la Rosa erzählt in ihrem Bühnenstück „Justicia Negada- Drei mexikanische Frauen auf der Suche nach Gerechtigkeit“ von dem Schmerz und der Hilflosigkeit in einer von Gewalt zerrütteten Region. Es greift die Thematik der bis heute andauernden Gewalt gegen Frauen auf, die seit den 1990er Jahren in der Grenzregion im Norden Mexikos eine traurige Realität darstellt. Ausgehend von dem Schicksal dreier Frauen und dem Gerichtsurteil des Falles „Campo-Algodonero gegen Mexiko“, der 2009 vor dem Interamerikanischen Gerichtshof für Menschenrechte behandelt wurde, kommen in dem Stück vor allem die Mütter der Opfer zur Sprache – alle auf der Suche nach Gerechtigkeit gegen die Machenschaften von Drogenkartellen, organisierter Kriminalität und einem von Unrecht geprägten Staat.

Eingebettet in die mythische Saga, die den Fragen nach dem Sein und den Abgründen der Menschheit nachgeht verleiht de la Rosa mit Justicia Negada nicht nur den Protagonistinnen eine starke Stimme, sondern setzt ein prägnantes Zeichen für Solidarität, Moral und Menschlichkeit.

 

Wann: 26./27.04.204

Um: 20 Uhr

WO: Theater Schaulust, Güterbahnhof, Tor 48

Eintritt: 6-10 Euro

 

Black Feminist Theories: On the Question of Gender (2-4 Mai uni Bremen)

Black Feminist Theories: On the Question of Gender

The seminar will center on questions of slavery, its long duree and the notion of (female) gender. Students will engage with these
questions from a Black feminist perspective, as they will be concerned with the links between race, place, history, blackness,
sexuality, and gender, and with the significance of transatlantic slavery to contemporary black (North American) experiences.
The seminar will be taught by Dr. Christina Sharpe, who is Associate Professor of English, Africana, and American Studies at Tufts
University. A few days before the beginning of the seminar, Dr. Sharpe will give a public lecture on the tension between “life and
death,” between blackness, the future and questions of mourning. Students will be required to attend the public lecture, as the seminar will be based on it.
As for its structure, the sessions with Dr. Sharpe will take place from May 2 – 4, Friday evening through Sun morning. To begin with, Dr. Sharpe will give a lecture on Valerie Martin’s neo-slave mistress novel Property, which will be followed by 4 three-hour
intense sessions over the weekend. After this series of intense sessions, students will have the opportunity to follow up on what
they have discussed and worked on with Dr. Sharpe in a small series of workshops with two PhD candidates from the Bremen Black Studies group at the University of Bremen, Michel Büch and Samira Spatzek.

Required readings BEFORE the seminar (articles are either available
online, per download through the UB e-lib system or available in the
library):

Adrienne Davis, “Don’t Let Nobody Bother Yo Principle The Sexual
Economy of American Slavery”
Cathy Cohen, “Punks, Bulldaggers and Welfare Queens: The Radical
Potential of Queer Politics”
Omise’eke Natasha Tinsley, “Black Atlantic, Queer Atlantic: Queer
Imaginings of the Middle Passage”
Hortense Spillers, “Mama’s Baby, Papa’s Maybe: An American
Grammar Book”
Sylvia Wynter, “No Humans Involved: An Open Letter to My Colleagues”
Saidiya Hartman, “Venus in Two Acts”
Greg Thomas, “Proud Flesh interviews with Sylvia Wynter”
M. NoubeSe Philip, Zong!
June Jordan, “The Difficult Miracle of Black Poetry in America:
Something like a Sonnet for Phillis Wheatley”
Sabine Broeck, “Enslavement as Regime of Western Modernity: Re-
reading Gender Studies Epistemology Through Black Feminist
Critique”; “The Challenge of Black Feminist Desire: Abolish Property”

Nächste Veranstaltung im Rahmen unsere Reihe

VORTRAG MIT JULIANE LANGE: DIFFERENZ UND GLEICHHEIT – GECHLECHTERIDEOLGIEN IN DER RECHTEN.

Geschlechterideologien extrem rechter Frauen und ihre Anknüpfungspunkte

Als „Straßenkämpferinnen und Schreibtischtäterinnen“, als aktive Parlamentarierinnen wie als treusorgende Mütter kämpfen extrem rechte Frauen an der Seite ihrer männlichen Kameraden – und schaffen sich eigene Räume in einer nach wie vor männlich dominierten Szene.

Im Spagat zwischen traditionellen Rollenzuweisungen der Frau als Hüterin von Heim und Familie und dem eigenen Szene-aktivismus entwickeln sie unterschiedliche Positionen zur eigenen Rolle in extrem rechten Szenen. Anhand von Beispielen wirft die Veranstaltung einen Blick auf Selbstbilder und Geschlechterideologien extrem rechter Frauen. Ist deren völkisch-nationalistisches Denken kombinierbar mit modernisierten, an der Egalität der Geschlechter orientierten Positionen? Zeigen sich Anknüpfungspunkte an feministische Diskurse im Spannungsfeld von Positionen der Gleichheit und der Differenz? Und welche Herausforderungen ergeben sich hieraus für differenz- wie auch gleichheitsorientierte feministische Politiken?

WANN: 20.03.2014
UHR: 19:30
WO: INFOLADEN, ST.PAULISTR.

 

NEXT WEEK: REIHE Antifaschismus und Geschlecht startet!!!

11.03.2013

VOrtrag und Diskussion mit der Trans*genialen F_antifa

Zurückschlagen, kaputtmachen, wegglitzern.

“Antifa heisst Angriff” ist eine altbekannte Parole der Antifa-Bewegung. Doch wer oder was wird da eigentlich angegriffen? Sexismus,Trans*feindlichkeit und Mackertum? Ausschlüsse innerhalb der Antifa-Szene? Oder am Ende doch “nur” der Nazi von nebenan?

Diesen und anderen spannenden Fragen widmen wir uns in einem kurzen Vortrag. Wir erklären, warum wir der Meinung sind, dass “Antifa” mehr bedeuten muss, als Nazis in ihren Handlungs-spielräumen einzuschränken. Wir erläutern, warum wir bei uns selbst anfangen müssen, wenn wir Diskriminierung bekämpfen wollen. Und wir betten unsere Arbeit ein in verschiedene historische Kämpfe. Anschließend möchten wir mit Euch unter anderem über folgende Fragen diskutieren: Inwiefern sind Emotionen ein wichtiger Antrieb für unsere Arbeit? Wie können wir uns gegenseitig Mut machen und uns gemeinsam gegen Diskriminierung innerhalb der Antifa-Szene und der Radikalen Linken wehren? Inwiefern können wir aus “Fehlern” und Widersprüchen lernen und diese Erfahrungen produktiv nutzen? Auf all diese Fragen haben wir keine abschließenden Antworten parat. Die kann es unserer Meinung nach auch gar nicht geben. Umso mehr würden wir uns deshalb freuen, mit Euch ins Gespräch zu kommen und Eure Antworten (und Fragen?) dazu zu hören.

Wann: 11.03.2014
Uhrzeit: 19:30
Wo: Sielwallhaus

 

4.03-2014

Dritte Option? Nicht willkommen!

Zur Diskriminierung von Trans*Personen in der Arbeitswelt*

Transgeschlechtliche Menschen überschreiten die gesellschaftlich fest verankerte Einteilung aller Menschen in zwei Geschlechter, indem sie ihr Geschlecht verändern bzw. wechseln. Ihre Präsenz in der Öffentlichkeit hat sich zwar in den vergangenen Jahren stark erhöht – als Gäste in Talkshows, als Thema einer Vielzahl von Fernsehdokumentationen und zuletzt als High-Fashion-Models in New York. Dies sollte jedoch nicht mit Liberalität oder Akzeptanz verwechselt werden. Denn Trans*Menschen werden in aller Regel als ‘das Andere’, ja Exotische dargestellt – eine Vorgehensweise, die vor allem der Versicherung der eigenen Normalität dient. Entsprechend gilt Transgeschlechtlichkeit bis heute offiziell als psychische Störung und somit erklärungsbedürftige Abweichung. Vor diesem Hintergrund ist es kaum verwunderlich, dass Trans*Personen massiven Diskriminierungen ausgesetzt sind, nicht zuletzt in der Arbeitswelt: Trans*Personen sind überdurchschnittlich häufig von Arbeitsplatzverlust, Arbeitslosigkeit sowie Armut betroffen und arbeitensehr oft unter ihren Qualifikationen. Hinzu kommen diskriminierende Verhaltensweisen von Kolleg_innen und Vorgesetzten, beispielsweise Beschimpfungen, Outings vor Kund_innen, Ansprache mit dem früheren Geschlecht, störende Neugier, Belästigungen bis hin zu Gewalt. Dies sind Gründe, weshalb sich Trans*Personen immer wieder entscheiden, ihre Transgeschlechtlichkeit auf der Arbeit zu verbergen: Einerseits aus Angst vor Arbeitsplatzverlust, andererseits weil die Reaktionen auf ein Coming-out nicht selten negativ ausfallen.

In der Veranstaltung werden zunächst einige Grundlagen erläutert. Sodann soll es um Diskriminierungserfahrungen von Trans*Personen in der Arbeitswelt und anderen Lebensbereichen gehen. In diesem Zusammenhang wird auch die so genannte Mehrfachdiskriminierung eine wichtige Rolle spielen, also der Umstand, dass Menschen häufig wegen mehrerer Merkmale gleichzeitig diskriminiert werden – beispielsweise wegen ihres Migrationshintergrundes und ihrer transgeschlechtlichen Identität. Schließlich soll es auch um Interventionsmöglichkeiten und Widerstand gehen. Denn bei allen Schwierigkeiten haben Organisationen und Netzwerke von Trans*Personen in den letzten Jahren viele Erfolge errungen, sowohl auf der rechtlichen Ebene als auch was die gesellschaftliche Sichtbarkeit und Akzeptanz von Transgeschlechtlichkeit betrifft sowie den besseren Zugang zu Diskriminierungsschutz.

Wann: 4.03.2014
Wo: Bremer Gewerkschaftshaus (Beim HBF*)
Uhzeit: 19:00 Uhr, Bremer
Von: Veranstaltung von ADA (Antidiskriminierung in der Arbeitswelt)
Mit:  Jannik Franzen (Berlin), Dipl.-Psychologe, Mitbegründer von TransInterQueer e.V.,  Jonas Hamm, Vorsitzender von Trans*Rechte.V. (in Gründung), Mitarbeiterder Arbeitsstelle gegen Diskriminierung und Gewalt –Expertise und Konfliktberatung (ADE), Uni Bremen und Ulrike Schilling, Gewerkschaftssekretärin, ver.di, Bremen-Nordniedersachsen.

Mehr Informationen unter: www.ada-bremen.de

[Die Veranstaltung findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe zur Diskriminierung von Migrant_innen in der Arbeitswelt statt. Auf diese Weise möchten wir einen Beitrag zum besseren Verständnis von Mehrfachdiskriminierung leisten, also davon, dass Menschen häufig wegen mehrerer Merkmale gleichzeitig diskriminiert werden – beispielsweise wegen ihrer Herkunft und ihrer Geschlechtsidentität.]

Reihe: Antifaschismus und Geschlecht

Hi ihr,

seit zwei Monaten sitzen wir nun an den Planungen für die Veranstaltungsreihe [Anti]faschismus & Geschlecht, welche im März und April stattfinden wird.

Wir haben dazu einigen spannende Menschen eingeladen: Einerseits sind es Menschen (Andrea Röpke, Juliane Lange und Janna Petersen) die uns einen theoretischen Input geben werden, anderseits die Trans*geniale F_antifa und der Antifaschistischer Frauenblock aus Leipzig, welche dann Theorie und Praxis zusammenführen und einen Einblick in die queer-feministische F_antifa Arbeit geben werden. Darüber hinaus haben wir, ja ganz klassisch, aber immer wiedr gut zum Auffrischen, ein Workshop mit einem netten Menschen zum Thema Antifa und Männlickeit Organisiert. Wir denken, dass dies Veranstaltungsreihe gut und informativ wird, allerdings wollen und sehen wir uns auf Grund der gesellschaftlichen Verhältnisse dazu gezwungen vorher ein paar Dinge zum Veranstaltungsablauf zu sagen.

1. Alle Veranstaltungen werden “open for all Gender” sein. Uns ist die Sensibilität der Thematiken durchaus sehr bewusst, allerdings sind wir auch überzeugt davon, dass eine solidarische und emanzipatorische Gesellschaft nicht zu stande kommen kann, wenn Themenkomplexe wie beispielsweise queer-feministische Oragnisierung in F_antifa- Gruppen und die Notwendigkeit dieser Gruppen, sowie der Entstehungszuammehang (wieso gibt und muss es solche Gruppen geben?) in FLIT*only Rahmen diskutiert wird. Besonders die Veranstaltungen mit der Trans*Genialen F_antifa und dem AFBL sind Veranstaltungen, mit denn wir Reflexionsprozesse über Sexsmus, Trans*phobie und Homophobe innerhalb der (Radikal-)Linken anstoßen und vertiefen wollen und dies geht nur im einem Rahemn der “Open to all Gender ist”. Dennoch ist es uns sehr wichtig, dass in allen Diskussionsrunden, die während der Veranstaltungen statt finden, ein solidarische Gesprächsatmossphäre herrscht und Mensch sich gegenseitig zuhört, ausreden lässt und aufeinander eingeht.

2. Wir behalten es uns als Veranstaltenden vor, von unserem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu
verwehren oder von dieser auszuschließen.

Terminübersicht:

11.03.2014 – Trans*geniale F_antifa stellt sich vor

20.03.2014 – Juliane Lange – Differenz und Gleichheit – Geschlechterideologien rechterFrauen

25.03.2014 – Andrea Röpke – Mädelssache! Frauen in der Neonazi Szene

29.03.2014 – Workshop: Antifa und Männlichkeit

8.04.2014 – Antifaschistischer Frauenblock Leipzig

10.04.2014 – Janna Petersen: Rechte Erziehungskonzepte

Details findet ihr hier: http://femrefbremen.wordpress.com/veranstaltungsreihe-antifaschismus-und-geschlecht/