Nicht hinnehmbare Kürzungen im Diversity Bereich der Uni Bremen! Soldarität mit den betroffenen Mitarbeiter_innen!

Nicht hinnehmbare Kürzungen im Diversity Bereich der Uni Bremen! Soldarität mit den betroffenen Mitarbeiter_innen!

Das Autonme Feministische Referat spricht sich deutlich hiermit gegen die geplanten Kürzungen der Angebote zur Förderung von Geschlechtergerechtigkeit und Vielfalt und dem Umgang der betroffenen Mitarbeiter_innen.

In den letzten Jahren wurden an der Uni Bremen Projekte im Bereich gender- und diversitätsgerechter Nachwuchsförderung entwickelt und mit großem Erfolg durchgeführt. Folgende Projekte stehen jetzt vor dem Aus:

1) Perspektive Promotion für promotionsinteressierte Studentinnen sowie Promovendinnen der Geistes- und Sozialwissenschaften:
Die Beschäftigten, Dr. Silke Betscher und Claudia Czychollt, werden nach dem 31. Mai 2014 nicht weiterbeschäftigt, die Fortführung des Projekts ist daher ungewiss. Die Universität Bremen setzt damit einen zentralen Baustein ihrer Nachwuchsförderung aufs Spiel und handelt entgegen der von ihr formulierten Leitziele.

2) Das Schreiblabor: Eine Kooperation von Perspektive Promotion und Studierwerkstattplan:
Durch die entstandene Planungsunsicherheit bezüglich der finanziellen und vor allem personellen Weiterführung des Projektes ist sowohl der Ablauf des bestehenden Angebots, als auch die Konzeption und Durchführung neuer Projekte gefährdet.

3) Plan m – Mentoring in Science
Mit Infragestellung der weiteren Finanzierung des Professor_innen-Programms werden aktuelle Planungen zur Umsetzung eines neuen, gemeinschaftlichen Mentoring-Programms von BIGSSS und MARUM hinfällig. Eine sinnvolle Fortführung der konzeptionellen Vorarbeit sowie eine verbindliche Planung und fristgerechte Kommunikation nach außen sind unter diesen Umständen weder innerhalb der Arbeitsstelle noch für die universitären Vertragspartner_innen möglich.

4) MINT-Coaching
Ohne die projektbezogenen Beratungen seitens der wissenschaftlichen Mitarbeiter_in sind bei der hohen Nachfrage der Student_innen deutliche Nachteile für diese zu erwarten. Ein weiterer Anstieg der Studienabbruchsquoten und ein Rückgang der Übergangsquoten Bachelor-Master sind darüber hinaus zu befürchten.

5) Internationale Sommeruniversitäten Informatica Feminale und Ingenieurinnen- Sommeruni
Mit der aktuellen Vertragsbefristung der wissenschaftlichen Mitarbeiter_in Maya Schulte bis 30. September 2014 kann die Durch- und Weiterführung der Sommeruniversitäten zum jetzigen Zeitpunkt nicht gewährleistet werden.

6) MINTIA Schülerinnenklub
Die gesamte Finanzierung für den MINTIA- Klub einschließlich der wissenschaftlichen Mitarbeiter_in erfolgte aus dem Professor_innenprogramm und endete am 28. Februar 2014. Danach würde es ohne das Professor_innenprogramm in der gesamten Universität Bremen keinerlei spezifisch an Schülerinnen gerichtete MINT-Angebote mehr geben, dies wiederum wäre gleichbedeutend mit einem Verlust potenzieller interessierten Schüler_innen an der Universität Bremen.

Die genannten Projekte fördern die Chancengleichheit, Antidiskriminierung und Diversity in der Universität,; Leitziele, zu deren Umsetzung sich die Universität Bremen eigentlich verpflichtet hat. Das sie genannten Projekte aber anscheind nicht weiterführen will, zeigt ganz deutlich das für die Universitätsleitung die Leitziele bloße Worthülsen sind. Gleichzeitig will die Universität sich weiterhin mit dem erworbenen Ruf als chancengerechte Universität für sich werben. Die Lorbeeren von den Mitarbeiter_innen einzuheimsen und dennoch die Projekte und die Beteiligten einfach im Regen stehen zu lassen, ist kein akzeptables und hinzunehmendes Verhalten!
Zu den Wegfall der Diversity-Projekte kommt der skandalöse Umgang mit den Mitarbeiter_innen hinzu! Die intransparente Kommunikation sorgte dafür, dass die Mitarbeiter_innen sich zuerst in Sicherheit wiegten, um dann plötzlich feststellen zu müssen, dass ihre Verträge nicht verlängert werden. Denn die Universität möchte mal wieder Geld sparen. Bei einer Vertragsverlängerung hätten die Mitarbeiter_innen eventl. Einen Anspruch Entfristung und müssten sich dann nicht mehr in den prekären Arbeitsverhältnissen befinden, von denen viele Arbeitnehmer_innen an der Universität Bremen betroffen sind. Auch hier zeigt die Universität wieder deutlich ihre Prioriätensetzung: Sparen ist wichtiger als Diversity Projekte und einem transparenten Umgang mit den Mitarbeiter_innen. Das Verhalten der Universität in diesem Fall ist typisch für den gesamten undurchsichtigen Umgang der Universität mit allen Kürzungen: die Mitarbeiter_innen werden alleine gelassen und müssen sich mit wenigen Informationen begnügen und die Universitätsleitung und das Land Bremen drücken sich vor ihrer Verantwortung, indem sie sich gegenseitig die Schuld zu schieben.
Letztendlich werden alle an der Arbeitsstelle Chancengleichheit befristet beschäftigten Projektmitarbeiterinnen innerhalb der nächsten Monate vor die Tür gesetzt, ungeachtet dessen, dass
1) die Projekte einen sehr großen Bedarf decken, der anderweitig an der Universität nicht abgedeckt wird. Diesen Projekten werden, von den Projektträger_innen, höchste Qualität bescheinigt.
2) Die Qualität der Projekte ganz wesentlich vo Erfahrungswissen der Mitarbeiter_innen lebt; die betroffenen Mitarbeiter_innen haben selbst das Konzept für das Professor_innenprogramm geschrieben haben;
3) mindestens drei der Mitarbeiter_innen von ihrem Einkommen Kinder und Familie zu ernähren haben und die Universität gleichzeitig mit dem Prinzip der Familienfreundlichkeit schmückt.

Das Vorgehen und das Verhalten der Universität Bremen ist nicht hinnehmbar. Wir fordern die Universitätsleitung dazu auf, sich entweder
a) eindeutig zu den Leitzielen zu bekennen und infolgedessen die Weiterführung der Projekte und die Weiterbeschäftigung der Mitarbeiter_innen zu gewährleisten
b) oder sollte dies nicht der Fall sein, soll die Universität endlich Farbe bekennen, dass für sie Sparen wichtiger ist als sichere Arbeitsverhältnisse und Chancengleichheit, Antidiskriminierung und Diversity. Weitere konsequenzlose und sinnentleert „Bekenntnisse“ von der Universitätsleitung wird das Autonome Feministische Referat dann weiterhin entsprechend demaskieren.

Das Autonome Feministische Referat solidarisiert sich mit den betroffenen Projekten, den Mitarbeiter_innen und den Student_innen sowie mit allen von Kürzungen betroffenen Bereichen der Uni Bremen! Die Antidiskriminierungs- und Diversityarbeit und ihre Qualität muss erhalten bleiben!

Kick-Off Veranstaltung: Trans Recht e.V

Hi all u,

 

Vergangenen Dezember hat sich in Bremen ein neuer Verein
gegründet: Trans Recht e.V.

Und weil wir verkünden wollen, dass es uns gibt, machen wir eine Kick-off-Veranstaltung! Und Du bist herzlich eingeladen am:

am Freitag, 16.5.

ab 19Uhr im Kulturzentrum Paradox (Bernhardstr. 10-12, 28203) zu kommen!

Und Worum geht es genau?

Wir sind eine Initiative von Trans*aktivist_innen und deren Unterstützer_innen aus Bremen und Umzu. Der Verein wurde ins Leben gerufen, um gegen Diskriminierungen von transgeschlechtlichen Menschen (Diskriminierungen von aufgrund der Geschlechtsidentität im Recht, in der medizinischen Versorgung und in der Gesellschaft zu kämpfen. Dabei liegt der Fokus auf Rechtsberatung, Peerberatung und strategischer Prozessführung.

Warum das eigentlich nötig ist, wie wir dabei vorgehen wollen, wie es dazu kam und was unsere Angebote sein werden, das möchten wir Ihnen und Euch gerne im

 

Rahmen unserer Kick-off-Veranstaltung vorstellen.

 

Geplant sind ein Sektempfang, ein Vortrag von Laura Adamietz (“Zumutung Transsexuellengesetz”) + Diskussion sowie die Vorstellung des Vereins und seiner Angebote.

Im Anschluss spielt eine Singer-Songwriter_in (Awry Pattern).

Zum Abschluss wollen wir den Abend mit Musik vflyer 2 jeom Plattenteller gemütlich ausklingen lassen.

Es werden Infomaterialien von Trans Recht bereit liegen und wir möchten auch Ihnen und Euch die Gelegenheit geben, eigenes Infomaterial mitzubringen und auszulegen, da wir diese Veranstaltung auch dazu nutzen möchten, uns
auszutauschen und zu vernetzen. Gerne dürfen Sie und dürft Ihr diese Einladung weiterschicken an Interessierte.

Wir hoffen auf Euer und Ihr kommen und freuen uns auf einen tollen und anregenden Abend.

 

 

Justicia Negada- Drei mexikanische Frauen auf der Suche nach Gerechtigkeit

 

 

Die Autorin und Regisseurin Perla de la Rosa erzählt in ihrem Bühnenstück „Justicia Negada- Drei mexikanische Frauen auf der Suche nach Gerechtigkeit“ von dem Schmerz und der Hilflosigkeit in einer von Gewalt zerrütteten Region. Es greift die Thematik der bis heute andauernden Gewalt gegen Frauen auf, die seit den 1990er Jahren in der Grenzregion im Norden Mexikos eine traurige Realität darstellt. Ausgehend von dem Schicksal dreier Frauen und dem Gerichtsurteil des Falles „Campo-Algodonero gegen Mexiko“, der 2009 vor dem Interamerikanischen Gerichtshof für Menschenrechte behandelt wurde, kommen in dem Stück vor allem die Mütter der Opfer zur Sprache – alle auf der Suche nach Gerechtigkeit gegen die Machenschaften von Drogenkartellen, organisierter Kriminalität und einem von Unrecht geprägten Staat.

Eingebettet in die mythische Saga, die den Fragen nach dem Sein und den Abgründen der Menschheit nachgeht verleiht de la Rosa mit Justicia Negada nicht nur den Protagonistinnen eine starke Stimme, sondern setzt ein prägnantes Zeichen für Solidarität, Moral und Menschlichkeit.

 

Wann: 26./27.04.204

Um: 20 Uhr

WO: Theater Schaulust, Güterbahnhof, Tor 48

Eintritt: 6-10 Euro

 

Black Feminist Theories: On the Question of Gender (2-4 Mai uni Bremen)

Black Feminist Theories: On the Question of Gender

The seminar will center on questions of slavery, its long duree and the notion of (female) gender. Students will engage with these
questions from a Black feminist perspective, as they will be concerned with the links between race, place, history, blackness,
sexuality, and gender, and with the significance of transatlantic slavery to contemporary black (North American) experiences.
The seminar will be taught by Dr. Christina Sharpe, who is Associate Professor of English, Africana, and American Studies at Tufts
University. A few days before the beginning of the seminar, Dr. Sharpe will give a public lecture on the tension between “life and
death,” between blackness, the future and questions of mourning. Students will be required to attend the public lecture, as the seminar will be based on it.
As for its structure, the sessions with Dr. Sharpe will take place from May 2 – 4, Friday evening through Sun morning. To begin with, Dr. Sharpe will give a lecture on Valerie Martin’s neo-slave mistress novel Property, which will be followed by 4 three-hour
intense sessions over the weekend. After this series of intense sessions, students will have the opportunity to follow up on what
they have discussed and worked on with Dr. Sharpe in a small series of workshops with two PhD candidates from the Bremen Black Studies group at the University of Bremen, Michel Büch and Samira Spatzek.

Required readings BEFORE the seminar (articles are either available
online, per download through the UB e-lib system or available in the
library):

Adrienne Davis, “Don’t Let Nobody Bother Yo Principle The Sexual
Economy of American Slavery”
Cathy Cohen, “Punks, Bulldaggers and Welfare Queens: The Radical
Potential of Queer Politics”
Omise’eke Natasha Tinsley, “Black Atlantic, Queer Atlantic: Queer
Imaginings of the Middle Passage”
Hortense Spillers, “Mama’s Baby, Papa’s Maybe: An American
Grammar Book”
Sylvia Wynter, “No Humans Involved: An Open Letter to My Colleagues”
Saidiya Hartman, “Venus in Two Acts”
Greg Thomas, “Proud Flesh interviews with Sylvia Wynter”
M. NoubeSe Philip, Zong!
June Jordan, “The Difficult Miracle of Black Poetry in America:
Something like a Sonnet for Phillis Wheatley”
Sabine Broeck, “Enslavement as Regime of Western Modernity: Re-
reading Gender Studies Epistemology Through Black Feminist
Critique”; “The Challenge of Black Feminist Desire: Abolish Property”

Nächste Veranstaltung im Rahmen unsere Reihe

VORTRAG MIT JULIANE LANGE: DIFFERENZ UND GLEICHHEIT – GECHLECHTERIDEOLGIEN IN DER RECHTEN.

Geschlechterideologien extrem rechter Frauen und ihre Anknüpfungspunkte

Als „Straßenkämpferinnen und Schreibtischtäterinnen“, als aktive Parlamentarierinnen wie als treusorgende Mütter kämpfen extrem rechte Frauen an der Seite ihrer männlichen Kameraden – und schaffen sich eigene Räume in einer nach wie vor männlich dominierten Szene.

Im Spagat zwischen traditionellen Rollenzuweisungen der Frau als Hüterin von Heim und Familie und dem eigenen Szene-aktivismus entwickeln sie unterschiedliche Positionen zur eigenen Rolle in extrem rechten Szenen. Anhand von Beispielen wirft die Veranstaltung einen Blick auf Selbstbilder und Geschlechterideologien extrem rechter Frauen. Ist deren völkisch-nationalistisches Denken kombinierbar mit modernisierten, an der Egalität der Geschlechter orientierten Positionen? Zeigen sich Anknüpfungspunkte an feministische Diskurse im Spannungsfeld von Positionen der Gleichheit und der Differenz? Und welche Herausforderungen ergeben sich hieraus für differenz- wie auch gleichheitsorientierte feministische Politiken?

WANN: 20.03.2014
UHR: 19:30
WO: INFOLADEN, ST.PAULISTR.

 

NEXT WEEK: REIHE Antifaschismus und Geschlecht startet!!!

11.03.2013

VOrtrag und Diskussion mit der Trans*genialen F_antifa

Zurückschlagen, kaputtmachen, wegglitzern.

“Antifa heisst Angriff” ist eine altbekannte Parole der Antifa-Bewegung. Doch wer oder was wird da eigentlich angegriffen? Sexismus,Trans*feindlichkeit und Mackertum? Ausschlüsse innerhalb der Antifa-Szene? Oder am Ende doch “nur” der Nazi von nebenan?

Diesen und anderen spannenden Fragen widmen wir uns in einem kurzen Vortrag. Wir erklären, warum wir der Meinung sind, dass “Antifa” mehr bedeuten muss, als Nazis in ihren Handlungs-spielräumen einzuschränken. Wir erläutern, warum wir bei uns selbst anfangen müssen, wenn wir Diskriminierung bekämpfen wollen. Und wir betten unsere Arbeit ein in verschiedene historische Kämpfe. Anschließend möchten wir mit Euch unter anderem über folgende Fragen diskutieren: Inwiefern sind Emotionen ein wichtiger Antrieb für unsere Arbeit? Wie können wir uns gegenseitig Mut machen und uns gemeinsam gegen Diskriminierung innerhalb der Antifa-Szene und der Radikalen Linken wehren? Inwiefern können wir aus “Fehlern” und Widersprüchen lernen und diese Erfahrungen produktiv nutzen? Auf all diese Fragen haben wir keine abschließenden Antworten parat. Die kann es unserer Meinung nach auch gar nicht geben. Umso mehr würden wir uns deshalb freuen, mit Euch ins Gespräch zu kommen und Eure Antworten (und Fragen?) dazu zu hören.

Wann: 11.03.2014
Uhrzeit: 19:30
Wo: Sielwallhaus